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Verein zur Hilfe und Unterstützung gegen den Abmahnwahn e.V. 
     
       
 
 
 
Stellungnahme zum Frontal21 „Pixel-Interview“

Stellungnahme zum Frontal21 „Pixel-Interview“

Am 12.2.2008 wurde im ZDF die Sendung Frontal21 http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633,00.html?dr=1 mit dem Thema “Teure Töne aus dem Internet” ausgestrahlt.

Für diesen Beitrag wurde ich am Samstag den 9.2.2008 interviewt. Dieses Interview wurde in dem gesendeten Beitrag leider nicht verwandt.

Am 12.2.2008 erhielt ich gegen 17:30 Uhr eine Nachricht, dass mein Interview leider nicht ausgestrahlt werden könne, weil eine neue Kamera verwandt wurde und diese Pixelfehler produzierte, wodurch das Gefilmte nicht sendefähig sei. 

Nach dem Beitrag und einigen kritischen Anmerkungen von enttäuschten Zuschauern zu dem Pixel-Unfall wurde mir von dem zuständigen Journalisten mitgeteilt, es sei möglich, dass es sich doch um eine andere Art von Fehler gehandelt habe (Fehler der Kameraleute?) Es ist wohl einiges schief gegangen an diesem Samstagnachmittag.

Auf Nachfrage des „Vereins gegen den Abmahnwahn .e.V.“ nutze ich dieses Forum, das mitzuteilen, was ich unter anderem im Beitrag von Frontal21 gesagt habe:

Die Summen, die von der Kanzlei Rasch aus Hamburg gefordert werden, stehen in keinem Verhältnis zu den Rechtsverletzungen. Es ist nachvollziehbar, dass sich die Musikindustrie wehrt, aber die Abmahnungen treffen überwiegend (zu 90 %) die Falschen.

Abgemahnt werden die Eltern, deren meist minderjährigen Kinder Rechtsverletzungen begehen, weil die Kinder 1) glauben, Musiktausch sei nicht illegal – machen ja alle 2) die Programme mit niedlichen Bärchen (Bearshare) gerade Kinder ansprechen.

Die Kanzlei Rasch/ProMedia GmbH erwischt auch deswegen so viele Kinder, weil vornehmlich nach deutschen Rechteinhabern (Monrose usw.) gesucht wird. Diese Musik wird nun einmal überprozentual von Kindern und Jugendlichen gehört.
(Insoweit finde es mehr als fragwürdig, wenn Mitarbeiter der ProMedia das „Fangen“ eines Tauschbörsennutzers geradezu feiern!!!)

Die „wirklichen Piraten“ dagegen sind schon seit Jahren zu sichereren Tauschnetzwerken wie RapidShare oder ins Usenet umgezogen.

Es ist nach meiner Meinung unverhältnismäßig die Eltern mit so hohen Strafen zu bedrohen, deren Kinder Rechtsverletzungen begehen. Die hohen Zahlungen sind auch nicht zur Abschreckung erforderlich. Für die nötige Abschreckung dient bereits die Unterlassungserklärung, nach der im Wiederholungsfall 5,001,00 pro Lied und Rechtsverstoß gezahlt werden muss.

Weiterhin kritisierte ich, dass vornehmlich die IT-Industrie also die Anbieter von Breitbandanschlüssen, die Hersteller von MP3 Playern, die Produzenten von Festplatten usw. von den Tauschbörsen profitieren. Zum Teil also Verluste von einer „Konzerntasche in die andere wandern“.
Ich habe für das ZDF einige Tipps und Tricks zusammengetragen, die hier eingesehen werden können: http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,7158568,00.html

Abschließend will ich noch bemerken, dass bereits ein neuer Beitrag eines anderen großen Senders geplant ist, über den ich mich aber lieber noch nicht äußern möchte, um keine Widrigkeiten zu provozieren. Am Mittwoch wird in meiner Kanzlei dazu gedreht. Mir wurde versprochen, dass mein Beitrag diesmal gesendet wird.

Ihr

Dr. Alexander Wachs

 

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