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Verein zur Hilfe und Unterstützung gegen den Abmahnwahn e.V. 
     
       
 
 
 
 
aktuelle News       August      2009


20. August 2009

Die Kreativwirtschaft traf auf ihre Kritiker

Letzte Woche Donnerstag war es endlich soweit. Verschiedene hochrangige Vertreter der Musikindustrie trafen sich für 90 Minuten zu einem Diskussionspanel, das es in dieser Zusammensetzung noch nie gab. VUT, GEMA, Independent-Labels, gulli und die Piratenpartei - sie alle haben ihre Sprecher ins Rennen geschickt, um in Köln jeweils ihre eigenen Standpunkte zu präsentieren. Die c/o pop empfiehlt sich als das Jahreshighlight der Branche, zumal man die kontroversen Themen im Gegensatz zur Popkomm nicht ausklammern wollte. Vor wenigen Stunden wurde der Videomitschnitt der Diskussionsveranstaltung vom 13. August veröffentlicht. Wir möchten unsere Leser an dieser Stelle in den Kaninchenbau der Kreativwirtschaft führen und erläutern, wie diese Debatte überhaupt entstanden ist.

Im Sommer 2007 hat Labelchef Stefan Herwig sein Label Dependant geschlossen. Zwar gibt es die Firma mittlerweile wieder. Wir berichteten damals dennoch sehr kritisch über die Firmenschließung und auch über die Tatsache, dass sich der Geschäftsführer letztes Jahr zu einem Streitgespräch mit Steffen Heintsch, Frank Lüngen und Fred Olaf Neiße traf. Von diesem Wortgefecht existiert ein vierteiliger Mitschnitt (1, 2, 3, 4) jeweils in Form einer MP3. Im Sommer letzten Jahres fasste Stefan Herwig für unsere Leser seine Eindrücke des Disputs in Form eines Interviews zusammen.

c/o pop, Werte 2.0Ein Jahr später, im Juni 2009 brachte Zillo-Chefredakteur Sascha Blach sowohl Musiker, Vertreter von Independent-Labels als auch gulli zusammen, um gemeinsam über die Gründe der Krise der Musikindustrie nachzudenken. Der allseits präsente Dependent-Chef war daran ebenfalls beteiligt.

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Quelle: gulli:news



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19. August 2009

Spendenaufruf (update)

Filesharing-Prozess auf der Kippe


Bis zum heutigen Tag (19.08.09) sind auf das Spendenkonto insgesamt 2.102 Euro eingegangen. Darunter befindet sich auch eine Einzelspende über 500 Euro. Der Gesamtspendenbetrag setz sich aus mehreren 100 Euro Einzelspenden und vielen kleineren Beträgen ab 5 Euro zusammen.

Die Initiatoren der Spendenaktion bedanken sich bei allen aktiven Spendern!

DANKE !!

Wir haben so gemeinsam das Spendenziel erreichen können.



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17. August 2009

Abmahn-Rechteinhaber als illegale Pornographieschleuder?

Eine Abmahnung wegen angeblicher Verbreitung geschützter Werke ist eine unangenehme Angelegenheit, insbesondere wenn es dabei um einen Porno geht. Auch die Erotikbranche schickt ihre Anwälte los, wenn ihre Produkte in Filesharing-Netzen verbreitet werden, und bedient sich dabei der von Musik- und Filmindustrie hinlänglich bekannten Mittel. Einem Softwareentwickler aus Hannover flatterte jüngst eine Standardabmahnung eines Rastatter Unternehmens ins Haus, das Rechte an Filmen der deutschen Produktionsfirma "Purzel Video" vertritt. Doch liegt der Fall hier ein bisschen anders als sonst – und wirft damit Fragen über die Abmahnpraxis auf.


Quelle: heise online und weiterlesen


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14. August 2009


Spendenaufruf

Filesharing-Prozess auf der Kippe

“Klagen gibt es nicht”. Wie man inzwischen weiß, ist diese Aussage nicht ganz richtig. Jedoch nicht nur aufseiten der abmahnenden Kanzleien. Einige unserer Leser erinnern sich aber vielleicht noch an folgenden Artikel: “Filesharing:Userin zweifelt Abmahnung wegen Leecher-Mod an”. Dieser Artikel erschien am 14. Juli 2009 auf gulli, also vor über einem Jahr.weiter…
Lange Zeit war es still um dieses Verfahren, auch wir hatten von der Betroffenen nichts mehr gehört. Zumindest bis vor einigen Tagen, als wir auf ein Posting im Board aufmerksam wurde.
Das Postings verwies auf einen Artikel bei heise.de und trug den vielsagenden Titel “Grundsatzklage gegen Abmahnung auf der Kippe”. Nachdem wir diesen durchgearbeitet hatten, kam für uns schnell der Verdacht auf, dass es sich um ein und dieselbe Person handeln könnte. Unsere Vermutung wurde kurze Zeit später im persönlichen Kontakt bestätigt. Die betreffende Person hatte tatsächlich eine Schadensersatzklage gegen (!) einen der Mandanten der Kanzlei Negele Zimmel Kremer Greuter Rechtsanwälte initiiert. Da ein sogenannter Leecher-Mod zum Einsatz gekommen sei, hätte keinerlei Upload stattgefunden. Dies wurde ihr jedoch in der Abmahnung vorgeworfen. Ein kurze Zeit später in Auftrag gegebenes Privatgutachten bestätigte die Behauptung der Klägerin - kein Upload. Schlussendlich wanderte dieser Rechtsstreit jedoch vor Gericht, wo sich beide Parteien nun jüngst gegenüberstanden.

zum Beitrag


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09. August 2009

Im Gespräch mit RA Dr. Udo Kornmeier

 

 

SH: Gerne begrüße ich heute Herrn Rechtsanwalt Dr. Udo Kornmeier, Chef der Kanzlei Kornmeier & Partner aus Frankfurt am Main zu einem Gespräch rund um das Thema „Abmahnwahn.“ Zum besseren Verständnis für den interessierteren Leser: Ich werde im folgenden die Fragen abstrakt stellen und nicht firmenbezogen, damit kein Interessenkonflikt entsteht.

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Kurzes Biogramm des Interviewpartners:

kornmeier
Dr. Udo Kornmeier, geboren am 16.6.1952 in Düsseldorf. Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Köln. 1976 erstes juristisches Staatsexamen. 1979 zweites juristisches Staatsexamen. 1980 Promotion am Lehrstuhl für internationales Wirtschaftsrecht an der Ruhruniversität Bochum. 1980-1983 Anwalt bei Baker & McKenzie in Chicago und Frankfurt, sodann bis 1984 in München. 1985 bis 1990 Director Business Affairs bei Sony Music Entertainment (Germany) GmbH sowie 1988 - 1990 Geschäftsführer von Sony Music Publishing GmbH. Seit Anfang 1991 als Rechtsanwalt in Frankfurt/Main tätig. Seit 1996 geschäftsführender Gesellschafter der Dr.K Entertainment Consulting GmbH mit Sitz in Frankfurt/Main.

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SH: Herr Dr. Kornmeier, Ihre Kanzlei ist eine der wenigen, die seit ca. 2004 Verstöße gegen das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz) abmahnt. Welchen persönlichen Standpunkt vertreten Sie allgemein zum Thema Abmahnung sowie Filesharing?

Dr.Kornmeier: Vorab zur Klarstellung: Wir sind anwaltlich im Bereich Filesharing nicht seit 2004, sondern seit Ende 2006 (Link) tätig. Nun zu Ihrer Frage:
Mein persönlicher Standpunkt zum Thema Filesharing ist ganz einfach: Diebstahl geistigen Eigentums ist Diebstahl und bleibt Diebstahl. Angesichts der Tatsache, dass legale Downloads eines Musiktitels in der Regel nicht mehr als EUR 0,99 kosten, ist es unfassbar, wie viele Menschen nach wie vor Musik konsumieren wollen, ohne dem Kreativen noch nicht einmal eine minimale Vergütung im Austausch für den Konsum deren kreativen Leistungen zu kommen zu lassen.

Interview als PDF: Link


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